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Personal Branding – So werden Sie zur Marke!

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie vom Selbstmarketing profitieren, auf welche Weise es nicht unmoralisch oder kapitalistisch verdorben ist und wie Sie Ihre Personal Brand beruflich für sich spielen lassen können!

Personal Branding ist kein neues Modell, kein neuer Marketingzug, auf den jeder aufspringen muss. Tatsächlich gibt es Personal Branding, seitdem Primaten andere Primaten wiedererkennen können. Denn letztendlich ist Ihre eigene Brand nur das, was andere über Sie denken.

 

Jeder hat eine Personal Brand – auch Sie!

Stellen Sie sich Folgendes vor: Ein Kollege überlegt, in Ihre Abteilung zu wechseln, und fragt Sie, wie Ihr Chef „denn so drauf“ ist. Dann erzählen Sie, und zwar kurz und knapp: 1,2,3 Adjektive (beispielsweise freundlich, perfektionistisch und idealistisch). Da haben Sie gerade die Personal Brand Ihres Chefs beschrieben!

Und auf diese Weise betrachten wir alle Menschen um uns herum: Vorgesetzte, Mütter, beste Freunde, Klempner. Wir brechen den komplexen Menschen vor uns auf einige wenige Merkmale herunter. Und dies tun wir nicht nur mit Menschen, sondern mit allem, was uns begegnet. Wir verwenden gedankliche Abkürzungen, Heuristiken, um die komplexe Welt um uns herum verständlich zu machen.

Wir „vereinfachen“, und so werden auch Sie auf eine Handvoll Merkmale heruntergebrochen. Sind Sie diszipliniert, sympathisch, neutral, nachdenklich, leicht gereizt, aktiv, belesen, ehrlich, zielstrebig, harmonisch, sportlich, ruhig, anstrengend, angenehm? Fragen Sie die Menschen um Sie herum! Denn das Wichtigste: Ihre Personal Brand ist das, was andere über Sie denken. Nicht, was Sie selbst über sich denken.

 

Für wen ist Personal Branding?

Jeder hat eine Personal Brand. Deswegen ist Personal Branding – der aktive Prozess der Gestaltung der Marke „Ich“ – auch etwas für JEDEN. Ob Führungskraft, Angestellter, Freiberufler, Wissenschaftler oder Arbeitsloser – Sie haben eine Marke. Und wenn Sie mehr Einfluss auf diese haben möchten, sollten Sie gezielt an Ihrer Fremdwahrnehmung arbeiten.

Personal Branding ist aber nicht nur für die Karriere hilfreich. Ihr beruflicher Status spielt keine Rolle, um von Selbstmarketing zu profitieren. Jeder um Sie herum nimmt Sie wahr, und wenn Sie für etwas stehen, werden Sie ernst genommen und Menschen hören Ihnen zu! Ob Familie, Kegelclub oder Reisebustouristen. Besonders wichtig ist Personal Branding für Meinungsführer! Tatsächlich: Die Zielgruppe, durch die das Konzept Personal Branding überhaupt populär geworden ist, sind Menschen, die einen Expertenstatus aufbauen wollen! Wenn Sie als Meinungsführer auf einem Gebiet wahrgenommen werden wollen, kommen Sie um den gezielten Aufbau Ihrer Personal Brand nicht herum. Eine klare Botschaft macht Sie greifbar. Und dadurch kann man sich an Sie erinnern. Reputation erfolgreich aufzubauen geht nur, indem man klar kommuniziert und andere genau wissen, was sie von Ihnen erwarten können.

 

Was ist Personal Branding? (Der Kern!)

Jeder hat eine Personal Brand. Doch die meisten kennen das Konzept nicht und gestalten deswegen ihre Erscheinung nicht aktiv. Personal Branding ist der aktive Prozess, sich selbst in einer überlegten Form darzustellen. Sich zu überlegen, wer man ist, welche Werte man lebt und wie man der Welt zeigt, wer man ist. Letztendlich ist Personal Branding Selbsterkenntnis: Sich selbst zu verstehen und dieses Selbstverständnis nach außen zu tragen.

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Das größte Missverständnis in Sachen Selbstvermarktung

Personal Branding bedeutet nicht, dass Sie nur Ihre positiven Eigenschaften zeigen und Ihre weniger attraktiven Züge im Psycho-Bunker wegschließen. Und es bedeutet auch nicht, Eigenschaften zu zeigen, die Sie gar nicht wirklich haben. Das wäre Schauspielerei. Und den ganzen Tag zu schauspielern  ist keine Strategie, die man langfristig durchhält. Nach ein paar Tagen würden Sie nach Ehrlichkeit dursten wie ein Westernheld in der Wüste.

Vielmehr bedeutet Personal Branding, sich selbst besser zu verstehen und sein authentisches Ich ehrlich und offen nach außen zu präsentieren. In diesem Artikel geht es nicht darum, wie man durch falsche Selbstdarstellung andere von der Karriereleiter schubst. Sondern wie Sie sich durch Reflexion und einem überlegten Selbstverständnis authentisch darstellen – und damit nicht nur viel zufriedener werden, sondern auch „moralisch angemessen“ selbst die Karriereleiter hochklettern.

 

Warum sich das Selbstmarketing lohnt!

Ihre Personal Brand zu entwickeln, lohnt sich. Hier sind die 6 größten Vorteile, 3 für die Seele, 3 für Ihre berufliche Karriere!

  1. Selbsterkenntnis
  2. Absolute Klarheit (inneres Navigationssystem)
  3. Man vertraut Ihnen
  4. Sie werden zur Networking-Maschine
  5. Zukunftssicherheit
  6. Die Personal Brand fördert den Unternehmensaufbau

3 persönliche Vorteile Ihrer Personal Brand

#1: Unglaubliche Selbsterkenntnis

Wenn Sie sich aktiv mit Ihrer Personal Brand beschäftigen, kommen Sie nicht darum, sich mit Ihnen selbst zu beschäftigen. Logisch. Und damit fangen Sie an, zu reflektieren, wer Sie sind, wofür Sie stehen, welche Werte Ihnen wichtig sind. Dies ist ein Prozess, und das Endergebnis sieht gut für Sie aus. Und dann sitzen Sie morgens mit einer Tasse Kaffee, bewaffnet mit einem Stift, vor dem Blatt Papier… und fangen an zu reflektieren.Es gibt keine wertvollere Tätigkeit. Keine Tätigkeit, die sich positiver auf Ihr Leben auswirkt. Es macht das Leben lebenswert. Dies meint zumindest Plato mit seinem Spruch

#2: Absolute Klarheit (Inneres Navigationssystem)

Haben Sie sich selbst durchschaut und Ihre Werte definiert, steht Ihnen das perfekte Navigationssystem für ALLES bereit. Für jede Entscheidung, die Sie treffen müssen. Und das sind Tausende jeden Tag. Z.B. wenn es darum geht, ob Sie Ihr Auto reparieren lassen wollen oder doch direkt ein Neues kaufen. Wer sind Sie? Sind Sie jemand, der sich nicht gern mit Reparaturen herumschlägt, weil Sie produktiv sein und sich nicht mit solchen Ablenkungen beschäftigen wollen? Kaufen Sie sich einen Neuwagen! Oder sind Sie nachhaltig und fahren jede Möhre bis zum Exitus? Dann reparieren Sie!

#3: Unerschöpfliches Vertrauen für Sie

Die Selbstvermarktung zielt darauf ab, bei anderen ein Bild zu erwecken. Dieses Bild, Ihre Brand, ist ein Versprechen. Sie versprechen, so zu sein, wie Sie sind. Und haben Sie dieses Bild, dieses Versprechen, lange genug aufgebaut, vertrauen Menschen darauf, dass Sie dieses Versprechen halten. Oder auf den Punkt gebracht: Menschen vertrauen Ihnen! Weil sie wissen, was sie von Ihnen bekommen.

 

3 berufliche Vorteile Ihrer Personal Brand

#4: Sie werden zur Networking-Maschine

Etablieren Sie Ihre Personal Brand, dann werden sich Menschen an Sie erinnern. Eine Brand zu haben bedeutet, Kante zu zeigen. Und damit passen Sie in eine Schublade, in der man Sie finden kann. Menschen können Sie verstehen, Sie einordnen und Sie einladen, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Bauen Sie sich beispielsweise als Experte für Facebook-Ads für Unternehmen mit 7stelligen Umsätzen auf, dann sind Sie der Mensch für Facebook-Ads für Unternehmen mit 7stelligen Umsätzen. Das ist Ihre Positionierung. Und eine Personal Brand zu haben heißt, sich zu positionieren. Also Kanten zu haben. Nicht alle anzusprechen, sondern die, die es interessiert. Und die, die es interessiert, werden nach Ihnen fragen.

#5: Sie sind zukunftssicher (nie wieder arbeitslos)

Wenn Sie erfolgreich Ihre Personal Brand entwickeln, brauchen Sie sich um Ihre Zukunft keine Sorgen mehr zu machen. Ihre Arbeit kann man ersetzen – und durch die Digitalisierung werden immer mehr Menschen ersetzt –, aber man kann nicht SIE ersetzen. Die Personal Brand ist der einzige Weg, der Ihre Dienstleistung zu mehr werden lässt als der reinen Dienstleistung. Warum beispielsweise wird das iPhone gekauft, wenn manch anderes Smartphone in allen technischen Werten besser ist? Weil das iPhone mehr ist als ein Smartphone. Und weil Apple eine starke Brand hat.

#6: Personal Brand -> Unternehmensaufbau

Über Ihre Personal Brand können Sie die Markenbekanntheit Ihres Unternehmens deutlich erhöhen. Und dies gilt nicht nur für Gründer, sondern auch für Angestellte. Über die Selbstvermarktung ziehen Sie Interessenten auf Ihr Unternehmen.

 

Personal Brand im Internet: Wie stehen meine Chancen?

Heutzutage kann jeder sich im Internet einen Expertenstatus aufbauen. Doch das bedeutet nicht, dass es einfach ist. Ganz im Gegenteil: Es ist UNGLAUBLICH schwierig. Glauben Sie niemals den abertausenden Werbebotschaften, die Ihnen weißmachen wollen, dass Sie in 7 Tagen vom passiven Einkommen Ihrer Personal Brand leben können. Dies dauert Jahre! Sie müssen lange genug Ihr Versprechen halten, damit Sie sich das Vertrauen Ihrer Zuhörer verdienen. Und erst mit diesem Vertrauen können Sie arbeiten. Ihre Zielgruppe muss genau wissen, was sie von Ihnen erwarten kann. Und Sie müssen dafür Inhalte produzieren, die stets im Einklang mit Ihrer Personal Brand sind. Und auch Google muss Sie erstmal kennenlernen. Damit Google Ihre Seite nach oben schiebt, müssen Sie Google überzeugen, Ihrer Seite zu vertrauen. Und auch dies dauert.

 

Personal Branding?! Ich bin doch kein Produkt!

Die häufigste Kritik an der Idee des Personal Branding ist, dass Menschen zum Produkt werden. Und Ihre Menschlichkeit verlieren. Doch das muss nicht sein. Man kann Personal Branding auf zwei Arten sehen:

  1. Der Mensch als Produkt
  2. Der Mensch als Künstler

Wenn Sie den Menschen als Produkt sehen, dann ist auch die Entwicklung der Personal Brand „kapitalistisch verseuchter Humbug“. Aber tatsächlich hat diese Weltanschauung mit Personal Branding sehr wenig zu tun. Lassen Sie uns noch kurz das philosophische Konstrukt dahinter auseinandernehmen – damit wir moralisch auf der gleichen Seite stehen.

Der Mensch als Produkt

In der ersten Variante tut der Mensch alles, um produktiver zu werden: Er baut seine Personal Brand auf, um Geld zu machen. Er meditiert, um danach produktiver arbeiten zu können. Er ruht sich aus, damit er danach in den Flow-Zustand kommt. Er trinkt grüne Smoothies, damit seine Leber besser funktioniert, damit er besser funktioniert. Alles hat einen Zweck. Und ehrlich gesagt sind wir alle häufiger zweckorientiert. Nichtstun können wir kaum. Betrachtet man Personal Branding aus dieser Brille, hat man schon keine Lust mehr darauf. (Oder doch?) Das Problem: Alles, was man durch diese Brille betrachtet, sieht nach kapitalistischer Vergewaltigung des Menschen aus. Dann dürfte man gar nichts mehr tun. Vielleicht liegt das Problem an der Sichtweise.

Der Mensch als Künstler

In der zweiten Variante ist der Mensch Künstler. Er muss nicht unbedingt Bilder malen, vielmehr bedeutet dies: Er lebt spontan. Das, was aus der Spontanität kommt, kann einen Zweck haben – muss es aber nicht. Hier ist jede Aktivität natürlich. Nicht gezwungen oder verkrampft.

Ihre Personal Brand ist Realität – egal durch welche Brille man sie betrachtet

Letztendlich spielen diese Überlegungen keine Rolle. Zumindest nicht in der Frage, ob man seine Personal Brand aufbauen sollte. In beiden Fällen: Ja! Sind Sie zweckorientiert (Und sind wir das nicht alle, größtenteils?), bauen Sie mit Ihrer Personal Brand gleichzeitig die größte Waffe des Kapitalismus auf. Nämlich Ihr Marketing. Betrachten Sie Ihr Leben als Kunstwerk, dann fangen Sie doch bei sich selbst an. Finden Sie heraus, wer Sie sind, wofür Sie stehen. Was gibt es Spannenderes als zu verstehen, wer man ist?

 

Die 7 fundamentalen Säulen für Personal Branding

Jede Personal Brand besteht aus 7 Elementen. Vergessen Sie eins davon, verwässert es Ihre Brand wie nicht geschleuderter Salat.

#1: Eindeutige Positionierung

Sie müssen sich entscheiden. Und wissen, wer Sie sind – und wer Sie nicht sind. Das bedeutet es, eine Personal Brand zu haben. Eine Personal Brand bedeutet, Kanten zu haben. Ausgehend davon, was Sie in der Welt bewegen wollen – welche Menschen Sie bewegen wollen – bauen Sie Ihre Brand auf. Und zwar nur für die Menschen, die Sie bewegen wollen. Alle anderen brauchen Sie nicht interessieren. Denn das, was Sie tun, ist nicht für die anderen.

#2: Klare Werte

Apple sagt in dem berühmten Werbespot „Think Different“ nur eine Sache. Und zwar: Wir stehen hierfür. Und wenn du auch so bist, dann komm zu uns. Es werden Werte transportiert. Und Menschen mit gleichen Werten ziehen sich an. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Werte kennen – und kommunizieren.

#3: Vision

Ziele sind wichtig, um Menschen zu verstehen. Wir haben den Drang, das Ziel, die Motivation des Gegenübers zu durchblicken – damit wir den Menschen dahinter verstehen. Ihre Vision ist damit eine der wichtigsten Waffen, mit der Sie Ihre Personal Brand stärken können. Was ist Ihre Vision?

#4: Qualität

Die Welt heute ist voller Lärm. Vor allem im Internet schreit jeder so laut, dass man sich die Ohren zuhalten möchte. Jeden Tag werden über 1.000.000 Blog Artikel veröffentlicht. Um aus der Masse herauszustechen, muss die Qualität Ihrer Arbeit es wert sein, sich damit zu beschäftigen. Ansonsten ist Ihr Zuhörer direkt weg.

#5: Individualität

Einer von vielen zu sein, ist langweilig. Keiner kann sich an jemanden erinnern, der nicht irgendwie hervorsticht. Deswegen ist Ihre Individualität so wichtig. Und es ist wichtig, dass Sie diese ausleben. Sie hassen Anzüge? Dann los, ab jetzt nur noch Strickpullover. Sie erzählen gerne Witze? Hauen Sie raus.

#6: Konsequenz

Ihre Personal Brand ist ein Versprechen. Ein Versprechen, was Sie über Jahre aufbauen und in allem, was Sie tun, halten müssen. Je konsequenter Sie in Ihrem Verhalten sind, desto mehr Vertrauen wird Ihnen geschenkt. Und das Vertrauen ist das einzige, was Ihre Personal Brand wertvoll macht!

#7 Story

Menschen verstehen die Welt in Geschichten. Wenn Informationen in Geschichten verpackt sind, erinnern wir uns nicht nur besser daran, wir glauben auch nahezu alles. Denn um in eine Geschichte einzutauchen, müssen wir sie zunächst akzeptieren. Und die Skepsis verringert sich. Sie brauchen eine Story. Was ist Ihre Geschichte? Wie sind Sie zum dem Menschen geworden, der Sie sind?

 

Was hat Personal Branding mit klassischer Markenbildung zu tun?

Die Parallelen zwischen Personal Branding und klassischem Marketing sind enorm. Machen wir es kurz: Der wichtigste Unterschied ist, dass beim Personal Branding eine Person vermarktet wird, bei klassischer Markenbildung hingegen ein Unternehmen. Die Marke des Unternehmens besteht weiter, auch wenn der Marketingleiter seinen Job wechselt. Die Personal Brand ist dagegen zu 100% von der Person abhängig. Für Sie bedeutet dies: Sie sollten sich mit Ihrer Personal Brand beschäftigen. Sie können nicht einfach vor ihr davonlaufen.

Wann ist der beste Zeitpunkt, mit Personal Branding anzufangen?

Sie fragen sich, wann Sie denn mit dem Personal Branding anfangen sollen? Der beste Zeitpunkt für den Start der Selbstvermarktung war gestern. Der zweitbeste Zeitpunkt ist heute. Und dies gilt für jeden, denn jeder hat eine Personal Brand. Eine starke Marke „Ich“ aufzubauen, braucht Zeit. Je eher Sie anfangen, desto besser.

Wie baue ich eine gezielt eine Personal Brand auf?

Die ersten drei Schritte kann jeder nutzen. In Schritt 4-7 erfahren Sie, wie Sie mit Ihrer Personal Brand beruflich erfolgreich werden.

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1. Definieren Sie sich selbst

Jeder kennt diese Metapher zum Thema Ziele setzen: Sie stehen auf einem Feld, mit Pfeil und Bogen bewaffnet. Irgendwo sollen hier Hirsche sein… und Sie schießen wahllos ein paar Pfeile ab. Das funktioniert natürlich nicht. Sie müssen Ihr Ziel erstmal erkennen, bevor es sich lohnt, einen Pfeil abzusetzen! Das gleiche gilt für das Personal Branding. Nur dass es diesmal darum geht, dass Sie ohne Selbstverständnis gar nicht wissen können, wo genau Sie sich eigentlich auf dem Feld befinden. Viele stehen mit Augenbinde… irgendwo! Sich selbst zu definieren ist immer der erste Schritt! Sobald Sie verstehen, wo Sie stehen, finden Sie auch heraus, welche Ziele Sie überhaupt anvisieren können und sollen. Ein guter Startpunkt, um sich selbst besser zu verstehen, ist der Big-Five-Persönlichkeitstest. In den Dimensionen von Extraversion-Introversion, Neurotizismus, Offenheit für neue Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit bekommen Sie einen ersten Einblick in Ihre Persönlichkeit. Doch da die Personal Brand nicht das ist, was Sie selbst über sich sagen, sondern was andere über Sie sagen, brauchen wir noch ein paar weitere Schritte.

2. Werte finden

Wenn Sie selbst Ihre Persönlichkeitsstruktur verstehen, geht es nun darum, zu erkennen, was Ihnen wirklich wichtig ist! Welche Werte haben Sie? Für welche Tugenden würden Sie sterben? Ehrlichkeit, Harmonie, Humor, Freundschaft, Vertrauen, Leistung? Hier finden Sie eine große Spannweite von Werten. Überlegen Sie nicht lange: Schreiben Sie die heraus, die Sie ansprechen! Und wenn Ihre Liste sehr lang wird, reduzieren Sie sie auf die 10 wichtigsten!

3. Welches Bild WOLLEN Sie?

Sie wissen nun, wer Sie sind und wofür Sie stehen. Und Sie wissen auch, dass Sie damit noch keine Personal Brand haben. Denn es geht nicht darum, was Sie von sich denken, sondern was andere über Sie denken. Jetzt sollten Sie herausfinden, wie Sie denn von anderen wahrgenommen werden wollen. Welches Bild wollen Sie an andere transportieren? Nicht alles, was Sie in den vorherigen beiden Schritten über sich selbst herausgefunden haben, muss in Ihre Personal Brand fließen. Beispiel: Sie sind extrem introvertiert, wollen aber von anderen nicht als graue Maus wahrgenommen werden. Denn hinter Ihrer Stummheit verbirgt sich eine bunte Persönlichkeit, jeder Papagei würde neidisch werden. Für Sie ist es sinnvoll, nicht Ihre Introvertiertheit als Fundament Ihrer Personal Brand aufzubauen. Sondern ein Ziel zu entwickeln, aus der Introvertiertheit in Richtung Extraversion zu gleiten. Nicht viel, aber ein bisschen. In den ersten beiden Schritten haben Sie herausgefunden, wo Sie stehen. Nun können Sie sich im dritten Schritt überlegen, wo Sie hinwollen!

 

Meinungsführer werden: Wie nutze ich die Personal Brand beruflich?

 Jeder hat eine Personal Brand. Doch nicht jeder weiß, wie er diese gezielt beruflich einsetzt. GENAU dies erfahren Sie jetzt.

4. Extreme Positionierung

 Um in Erinnerung zu bleiben, müssen Sie genug herausstechen. Die Personal Brand im beruflichen Kontext muss noch mehr klare Kante zeigen. Beispiel: Sie bezeichnen sich als Werbetexter, und das steht auch auf Ihrer Website. Doch damit sind Sie einer von 1.000.000! Die Folge: Preiskampf. Der einzige Ausweg ist das Alleinstellungsmerkmal! Positionieren Sie sich um. Schreiben Sie auf Ihre Website, dass Sie Werbetexter für Facebook-Ads für Unternehmen mit 7stelligen Umsätzen sind. Und man wird sich an Sie erinnern.

5. Das digitale Zuhause bauen

Jeder Selbstständige braucht eine Website. Ohne das digitale Zuhause geht es nicht mehr. Doch anstrebende Meinungsführer müssen die Extra-Meile gehen, um möglichst viele Gäste ins digitale Zuhause bekommen. Eine Website zu bauen unterliegt tausend kleinen Entscheidungen:

  • Nennen wir die About-Page „Über Uns“ oder doch „Unser Team“?
  • Was ist unser Call to Action auf der Startseite?
  • Brauchen wir Bilder von uns auf der Website?

Die gute Nachricht: Haben Sie Ihre Personal Brand definiert, brauchen Sie kaum noch überlegen. Denn ALLES richtet sich nach Ihrer Definition. Bonus-Tipp: Jeder Meinungsführer braucht einen Blog. Wo sonst könnten Sie besser Ihre Meinung sagen?

6. Der Beste in diesem Markt

Sie haben Ihre Definition, Ihre Positionierung und Ihre Website. Damit haben Sie schon einen Großteil Ihrer Personal Brand aufgebaut. Sie haben Ihr Versprechen kommuniziert und gegeben. Nun müssen Sie es halten. Und wenn Sie sich in Ihrer Marktnische einen Namen aufbauen wollen, müssen Sie besser sein als alle anderen. Doch das geht nicht nur über die Qualität des Endproduktes. Besser sein bedeutet, in einem Bereich besser zu sein als alle anderen.

Beispiel: Sie sind wieder Werbetexter. Sie müssen aber nicht die besten Werbetexte schreiben, um der Beste in Ihrer Nische zu sein. Sie überzeugen durch strategisches Denken – und genau dieses strategische Denken macht Sie zum Besten in Ihrer Nische. Nämlich in der Nische „Strategisch versierter Werbetexter“. Oder Sie haben einen besseren Kundenkontakt als die anderen. In einem Bereich müssen Sie aber besser sein als alle anderen, damit man sich an Sie erinnert!

7. Zuhörerschaft aufbauen

Teil Ihrer Brand-Story ist auch, dass Sie die besten Kanäle zur Vermarktung finden. Ob Linked-IN, Facebook-Ads oder Suchmaschinenoptimierung, der Weg, über den Follower Sie finden, ist Bestandteil Ihrer Personal Brand. Es geht sogar weiter: Jeder Kontakt mit Ihren Zuhörern ist Teil Ihrer Personal Brand. Es ist entscheidend, wie viele E-Mails Sie in der Woche schicken. Es ist entscheidend, ob die Facebook-Gruppe nur über Einladung funktioniert oder für jeden offen ist. Es ist entscheidend, ob Sie Ihre Zuhörer mit „Hey“, „Howdy“ oder „Hallihallo“ ansprechen. Entscheiden Sie sich, wie Sie mit Ihren Zuhörern interagieren. Und wenn Sie sich entschieden haben, bleiben Sie konsequent.

 

Ihr Marketing-Mix: 15 Wege, wie Sie Ihr Wort nach außen tragen

Wenn Sie Meinungsführer werden, einen Expertenstatus aufbauen oder Ihr Unternehmen durch Ihre Personal Brand bekannter machen wollen, müssen Sie irgendwie Ihr Wort zu Ihren Zuhörern bringen. Doch welcher Weg ist der beste? (Hinweis: Dies müssen Sie sich selbst überlegen) Hier sind die 15 effektivsten Wege, über die Sie an Zuhörer kommen:

  • Bücher schreiben
  • E-Mail-Verteiler aufbauen
  • Fachartikel veröffentlichen (online und offline)
  • Whitepaper schreiben
  • Case-Studies auf der eigenen Website veröffentlichen
  • Social Media nutzen (Facebook, Linked-In, Twitter)
  • Youtube-Videos erstellen
  • Blog-Artikel schreiben (mit Suchmaschinenoptimierung)
  • Podcasts besuchen
  • Webinare anbieten
  • Online-Kurse auf Plattformen wie Udemy veröffentlichen
  • Influencer-Marketing betreiben
  • aktiv in Foren sein
  • Workshops anbieten
  • Infographiken erstellen
  • Profil in Expertenportalen einrichten (beispielsweise ProvenExpert)

 

Die Gefahr, sich zu stark festzulegen

Damit Sie eine starke Brand aufbauen, brauchen Sie ein Versprechen, an dass Sie sich konsequent halten. Doch was ist, wenn Sie nach zwei Jahren merken, dass Sie doch für etwas anderes stehen? Zwei Möglichkeiten:

1. Sie halten durch

„Ich habe ja schon 2 Jahre in Ihren Markenaufbau investiert. Jetzt abbrechen wäre Wahnsinn!“

2. Sie brechen ab

„Ich habe zwar schon 2 Jahre in meine Brand investiert, aber ich würde niemals den ganzen Tag etwas darstellen wollen, was ich gar nicht bin. Weitermachen wäre Wahnsinn!“

Ja, es gibt einen Ausweg

Menschen verändern sich. Ja, gerade das macht Menschen menschlich. Die meisten Veränderungen sind nicht ein Sprung von A auf Z. Sondern eine Kette: von A, auf B… auf Z. Und wenn Sie diesen Veränderungsprozess mit der Welt teilen, kann Ihre Veränderung Ihre Brand sogar stärken. Seien Sie einfach ehrlich und transparent. Alles andere bereitet Kopfschmerzen.

 

Soll ich eine Personal Branding-Agentur oder einen Coach beauftragen?

Niemand braucht jemand anderen, um sich selbst zu definieren. Genau wie man theoretisch keinen Steuerberater braucht. Aber man freut sich dann doch, wenn man einen hat! Genauso ist es mit Coaches und Agenturen. Sie helfen Ihnen bei der Markenbildung.

Vorteile:

  • Coaches/Agenturen kennen die einschlägigen psychologischen Theorien, mit denen man Persönlichkeiten definiert.
  • Sie haben häufig einen Überblick über alle Möglichkeiten, wie Sie Ihre Personal Brand beruflich gezielt einsetzen, also auf den Markt ausrichten können.

Klar, es gibt auch Nachteile:

  • Sie kosten viel Geld (deswegen hat ja auch nicht jeder einen Steuerberater).
  • Die Zusammenarbeit muss so intensiv sein, dass der Prozess irgendwann zehrt und nervt.

Viele Coaches und Agenturen können aber nur begrenzt Zeit für Sie aufwenden. Ob Sie mit guten Resultaten nach Hause gehen können, ist fragwürdig. Nutzen können Sie diese Informationen auf jeden Fall. Und häufig ist die Zusammenarbeit mit einem Coach/einer Agentur ein guter Kick-Start, der die Denkmaschine zum Laufen bringt. Irgendwann müssen Sie aber selbst die notwendigen Marketing- Fähigkeiten erlernen, wenn Sie es ernst meinen mit Ihrer Personal Brand. Denn eines ist klar: Ihre Personal Brand wächst und verändert sich mit Ihnen. Sie gehen hier einen Prozess ein, und es lohnt sich, selbst kompetent als Steuermann zu agieren. Vor allem: Lernt man selbst, sich zu definieren, kann man sich später auch neu definieren.

 

Personal Branding Beispiele: Diese Menschen haben eine erfolgreiche Personal Brand

Am Ende stellen wir Ihnen noch einige bekannte Menschen vor, die wahnsinnig gut im Selbstmarketing sind. Doch letztendlich ist jeder bekannte Mensch gut im Selbstmarketing (oder gleicht fehlende Kompetenzen durch eine PR-Agentur aus)!

Steve Jobs

Steve Jobs – der Mann hinter Apple. Mit klarer Vision hat er die Welt verändert. Seine größte Motivation war wohl, gute Produkte zu den Besten weiterzuentwickeln. Jeans und schwarzer Turtleneck-Pullover waren sein Markenzeichen.

Mark Zuckerberg

Der Gründer von Facebook hat auch immer das gleiche an. Zusätzlich posiert er als Maskottchen für erfolgreiche Internet Start-Ups. Den Großteil seiner Milliarden hat er gespendet. Weniger strahlend: Seit längerem lacht das Internet über seine Roboter-Erscheinung im Gericht.

Richard David Precht

Richard David Precht ist wohl der bekannteste deutsche Philosoph. Neben zahlreichen Büchern hatte er seine eigene Talkshow. Er geht immer einen Schritt weiter, kritisiert konservative Methoden (wie unser Schulsystem) und bringt Klarheit darüber, was wirklich wichtig ist.

Nun sind Sie dran: Denken Sie über die Personen in Ihrem Umfeld nach. Was zeichnet diese Personen aus? Welches Bild haben Sie von der Person und welches Bild haben andere von der Person? Oder einfach gesagt: Wie sieht die Personal Brand dieser Person aus? Teilen Sie Ihre Gedanken gerne mit uns unten in den Kommentaren!

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