Freelancer werden: Von 0€ auf 1.000€/Monat

Freelancer werden: Von 0€ auf 1.000€/Monat

  • Allgemein

Sie wollen Freelancer werden? In diesem Artikel geben wir Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie den Start in das Freelancer-Leben perfekt meistern.

Anzufangen ist die größte Hürde. Ihre ersten 1.000€/Monat als Freelancer sind die schwierigsten. Es ist der Schritt von 0 auf 1. Aber wenn Sie diesen Meilenstein erreicht haben, wird Sie nichts mehr davon abhalten, weiter zu wachsen.

In den meisten Ratgebern wird gepredigt, wann und wie häufig Sie sich beim Finanzamt melden müssen oder ob Sie sich für die Kleinunternehmerregelung entscheiden sollten.

Wichtige Fragen, die wir HEUTE vollkommen ignorieren werden!

Jetzt konzentrieren wir uns auf das Wesentliche: Wie Sie als Freelancer starten und dies auch erfolgreich!

Sie bekommen eine strukturierte, praktische A-Z-Anleitung, sodass Sie am Ende eine konkrete Vorstellung davon haben, wie Ihr Freelance-Business und der Weg dorthin aussehen.

 

Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen können

  • Vorteile des Freelancer-Lebens (und Nachteile, denn die gibt es auch),
  • der häufig missachtete (und wichtige) Unterschied zwischen „Freelancer“ und „Entrepreneur“,
  • die größten Fehler angehender Freelancer und wie Sie diese vermeiden,
  • wie Sie eine Geschäftsidee finden, die zu Ihnen passt (und gleichzeitig gut bezahlt ist),
  • wie Sie sich und Ihre Tätigkeit beschreiben und vermarkten,
  • wie Sie Ihre ersten 1.000€/Monat als Freelancer verdienen.

5 Vorteile des Freelancer-Lebens (und die Nachteile)

Sie haben Ihre spezifischen Motive, warum Sie diesen Artikel lesen. Jeder hat andere – und meist ist es irgendeine Kombination aus diesen 5 Gründen.

Welche treffen auf Sie zu? Was motiviert Sie?

1. Vorteil: schnellster Weg in die Selbstständigkeit

Selbstständiges Arbeiten gibt es in 100000 Ausführungen.

Doch wenn Sie sich von Ihrem aktuellen Arbeitgeber lösen wollen, ist Freelancing der einfachste und schnellste Weg.

Sie bedienen sich sozusagen der Projekte anderer und erbringen Ihre Dienstleistung für ein schon bestehendes Projekt. Sie müssen also nicht direkt ein eigenes Business aus dem Boden stampfen.

Dies ist der schnellste und einfachste Weg, selbstständig Geld zu verdienen und gleichzeitig eine Tonne Praxiserfahrung mitzunehmen.

2. Vorteil: perfekter Nebenerwerb

Möglicherweise wollen Sie gar nicht zu 100% selbstständig arbeiten, aber würden sich über eine Aufbesserung Ihres aktuellen Gehaltes freuen. Oder Sie wollen neue Bereiche außerhalb Ihrer aktuellen beruflichen Tätigkeit kennenlernen, selbstständiges Arbeiten ausprobieren oder Ihr Freelance-Business langsam und im abgesicherten Modus aufbauen.

Freelancing ist der optimale Nebenerwerb. Warum? Weil Sie sich Ihre Tätigkeit selbst aussuchen können, massiv praktische Erfahrung bekommen und nebenbei genau das machen können, was Ihnen Spaß macht. Und möglicherweise bauen Sie den freiberuflichen Nebenerwerb später zu Ihrem Haupterwerb um!

3. Vorteil: Freiheit und Flexibilität

Die Rebellen und Freiheitsstreber sind vor allem auf diesen Aspekt des Freelancer-Lebens aus: Sie können vollkommen ortsunabhängig und zeitlich flexibel arbeiten (wenn Sie Ihr Freelance Business danach ausrichten).

Freelancer werden bedeutet Freiheit. Arbeiten, wann und wo  Sie gerade Lust haben. Dabei in Thailand surfen oder in New York in einer kleinen Mietwohnung leben- was auch immer Sie mit dieser Freiheit anfangen möchten, steht Ihnen offen!

4. Vorteil: Sie sind der Chef!

Die nervige Realität vieler Arbeitnehmer: Der Chef ist „ganz okay“. Als Freelancer haben Sie selbst die Chef-Mütze auf und keiner sagt Ihnen mehr, was Sie tun sollen. Vollkommene Unabhängigkeit. Jetzt müssen Sie es nur noch Ihren Kunden recht machen. Zumindest können Sie sich diese aber selbst aussuchen und auch schnell wechseln, wenn es doch nicht funktioniert.

Lese-Tipp: Schlechte Kunden frühzeitig erkennen.

5. Vorteil: kein Verdienstlimit

Als Angestellter wird Ihr Gehalt immer irgendwo gekappt, auch wenn Sie Millionärsarbeit leisten. Als Freelancer werden Sie zunächst nicht Millionen verdienen (die meisten Freelancer brauchen 1-2 Jahre, um auf das Durchschnittsgehalt eines Angestellten zu kommen), aber wenn Sie es richtig machen, können Sie deutlich mehr verdienen als in Ihrem bisherigen Job.

Der einzige Nachteil der ganzen Geschichte

Die Freelancer Vorteile sind traumhaft, doch sie sind nicht umsonst. Und Sie sollten den Preis kennen, bevor Sie sich entscheiden, Freelancer werden zu wollen.

Erich Fromm beschreibt es in schockierender Genauigkeit in „Die Furcht vor der Freiheit“: Der Mensch kann durch zu viel Freiheit überfordert werden. In seinen Möglichkeiten beschränkt zu sein, hat den unglaublichen Vorteil, dass man sich nicht mehr entscheiden muss.

Menschen lieben Einfachheit. In der berühmten Marmeladen- Studie wurden erheblich mehr Marmeladen verkauft, wenn statt 24 nur 6 Sorten angeboten wurden.

Die Freiheit des Freelancer-Lebens kann also auch stressig sein. Wenn Sie Freelancer werden, müssen Sie eine riesige Herausforderung bewältigen. Doch genau deswegen lohnt es sich: Was könnte spannender im Leben sein, als aus der Komfortzone zu treten, das Unbekannte zu meistern und als Person zu wachsen?

Welche Freelancer Berufe gibt es? (Liste)

Das Freelancer-Dasein passt zu den unterschiedlichsten Tätigkeiten und Berufen. In Schritt 4 auf dem Weg zu Ihren ersten 1.000€/Monat sprechen wir darüber, wie Sie den passenden Freelancer-Beruf für sich finden.

Doch zunächst ein kurzer Einblick in typische Berufsbezeichnungen, die sich Freelancer gerne in ihre E-Mail-Signatur schreiben.

Liste typischer Freelance-Tätigkeiten

  • Social Media Marketer
  • Unternehmensberater
  • SEO-Texter
  • Graphik-Designer
  • Marketing-Experte
  • Dozent
  • Übersetzer
  • Content Marketer
  • Journalist
  • Redakteur
  • Softwareentwickler
  • Programmierer
  • IT-Fachmann

Letztlich werden Freelance-Berufe nur durch die Kreativität der Menschheit begrenzt. Es gibt Tiertelepathen, Fern-Reiki-Meister oder Steuerberater für Digitale Nomaden. Der Trick ist, das Passende für sich zu finden (mehr dazu in Schritt 4).

Müssen Sie Profi sein, um Freelancer zu werden?

Die kurze Antwort: Nein!

Die lange Antwort: Es schadet nicht.

Grundsätzlich müssen Sie kein Experte sein oder 20 Jahre Erfahrung in der Branche mitbringen. Das Wichtige ist, dass Sie ein Problem lösen können. Das ist der einzige Grund, warum ein Kunde Sie beauftragt und bezahlt: Sie lösen ein Problem, wozu er selbst keine Zeit, keine Lust oder nicht die richtigen Fähigkeiten hat.

Letztlich müssen Sie nicht besonders viel können, wenn Sie gerade erst als Freelancer starten. Viele Studenten und junge Freelancer gehen genau diesen Weg, viele davon erfolgreich.

Natürlich schadet Expertise und Erfahrung nicht. Doch es bedeutet lediglich, dass Sie in kürzerer Zeit mehr verdienen können (weil Ihre Lösung für den Kunden wertvoller ist).

Wenn Sie Anfänger sind, müssen Sie in Zahlen wettmachen, was Sie in der Qualität noch nicht bieten können.

Also schlechter bezahlte Aufträge annehmen, länger arbeiten und sich weiterbilden, bis der Arzt kommt. Das klingt zwar ungemütlich, ist aber normal und trifft auf jeden Freelancer zu, der sich gerade erst in einem Bereich fit macht. Mit der Zeit können Sie Ihren Freelance-Stundensatz immer weiter nach oben schrauben.

Die meisten Freelancer haben nach 1-2 Jahren aber Fuß gefasst und Ihren Weg gefunden. So oder so, wenn Sie Freelancer werden wollen, gibt es keinen Grund, nicht zu starten.

Der häufig missachtete Unterschied zwischen Freelancer und Entrepreneur

Die meisten Menschen sind selbstständig, ohne den Unterschied zwischen Freelancer und Entrepreneur je durchdacht zu haben.

Verstehen Sie diesen Unterschied, verstehen Sie auch, wer Sie sind.

Freelancer oder Entrepreneur – dies sind die zwei grundsätzlichen Richtungen, und für eine müssen Sie sich entscheiden. Nicht für immer, aber für den Anfang.

Der Entrepreneur baut etwas auf, was dann auch ohne ihn funktioniert. Die Maschine, die er erschafft, läuft auch nach seinem Tod oder im Krankheitsfall weiter. Natürlich auch, wenn er einfach quietschfidel in der Hängematte liegt. Der Entrepreneur verdient Geld, sogar wenn er schläft.

Der Freelancer leistet seine Arbeit und wird auch nur dann bezahlt, wenn er arbeitet.

Heute will fast jeder Entrepreneur sein, weil man extrem reich werden kann, wenn man sein eigenes Start-Up hat und sich wie Steve Jobs oder Jeff Bezos fühlen darf.

Der Freelancer dagegen kommt aus der Zeit-gegen-Geld-Schiene nicht raus und ist deswegen auch kein echter Unternehmer. Dem Freelancer ist wichtig, dass er hochwertige Ergebnisse liefert und Arbeit leistet, die einen Unterschied macht.

Welcher von beiden sind Sie?

(Entscheiden Sie sich nicht zu schnell: Viele starten als Freelancer und wechseln, nachdem Sie Erfahrungen gesammelt haben, zum Entpreneur-Dasein und machen ihr eigenes Ding.)

Wie werde ich Freelancer? In 7 Schritten von 0€ auf 1.000€/Monat

Die ersten 1.000€ sind die schwierigsten. Der Schritt von 0 auf 1 ist so anstrengend wie der Schritt von 1 auf 10.

Gerade am Anfang ist es wichtig, dass Sie die richtige Richtung einzuschlagen, damit Sie später nicht nochmal bei 0 anfangen müssen.

Deswegen gehen wir jetzt Schritt für Schritt vor. Bestenfalls reflektieren Sie nach jedem Schritt und überlegen, was das für Sie bedeutet. Nur so ziehen Sie wirklich Resultate aus diesem Artikel!

Und weil das doch manchmal einige Minuten in Anspruch nehmen kann (und wir alle nicht viel Zeit haben), speichern Sie sich am besten diesen Artikel jetzt als Lesezeichen ab, sodass Sie später nochmal darauf zurückkommen können.Ihre Erkenntnisse können Sie gerne mit uns unten in den Kommentaren teilen. Wir freuen uns über jeden einzelnen Kommentar!

Schritt 1: Klarheit und Ordnung im Kopf schaffen (und Ziele festlegen)

Die Logik ist simpel: Es gibt den Startpunkt und ein Ziel. Einen Startpunkt hat jeder, aber nur mit einem Ziel vor Augen wissen Sie, wohin Sie laufen sollen.

Ziele festlegen klingt so banal, aber irgendetwas brauchen Sie, was Sie auch beim Durchschreiten von Tälern motiviert. Freelancer werden ist kein leichtes Unterfangen, doch mit einem motivierenden Ziel wird es leichter.

Wenn Sie eine Abneigung gegen Zielesetzen haben, wie wäre es, wenn Sie „Systeme setzen“?

Überlegen Sie sich genau, was Sie wollen: Mehr Freiheit? Mehr Arbeit, die Ihnen sinnvoll erscheint? Und noch viel wichtiger: Warum?

Je klarer Ihre Vorstellung, desto besser.

Aufgabe: Überlegen Sie (und schreiben Sie gerne auf), warum Sie Freelancer werden wollen. Wo geht die Reise hin und vor allem warum?

Ein starkes „Warum“ hinter sich zu haben, klingt zunächst überflüssig. Aber es vereinfacht die nächsten 6 Schritte und verzehnfacht Ihre Erfolgsaussichten.

Schritt 2: Auf das Wichtige fokussieren (3 Fehler, an denen die meisten scheitern)

Angehende Freelancer haben den Durchblick (noch) nicht. Genau deswegen laufen Sie nicht gerade auf der Straße, sondern verlieren sich ständig in den Wiesen und Wäldern am Wegesrand.

Diese 3 Fehler sind wirklich brutal und an ihnen scheitern die meisten angehenden Freelancer. Vermeiden Sie diese um jeden Preis!

1. Fehler: Im Vorhinein alles über Steuern und Versicherungen googlen

Viele verlieren sich in der Anfangsrecherche in allen möglichen (und ja, auch wichtigen) Nebensächlichkeiten.

Das Problem?

Dies reduziert das Anfangs-Momentum von einem Ferrari auf das einer Nacktschnecke. Die ganze Motivation und Vorfreude wird – Stück für Stück – vernichtet und am Ende bleibt keine Kraft mehr dafür, sich mit dem Wesentlichen zu beschäftigen. Damit, wie das Freelance-Business in der Realität eigentlich aussieht.

Zunächst sollten Sie sich um ein schlüssiges Konzept für Ihr Freelance-Business kümmern.

Und wenn dann das Steuerthema an der Reihe ist, gehen Sie am besten direkt zum Spezialisten. Viele Freelancer erledigen Ihre Steuern auch selbst, aber der Steuerberater ist 1 Million mal schneller und die Kosten sind – unserer Meinung nach – optimal investiert.

Hier noch ein paar weitere Dinge, die Sie am Anfang getrost vergessen können, weil sie einfach nur ablenken und erstmal nicht von Bedeutung sind:

  • Eigene Website
  • Instagram-Profil
  • Facebook-Seite
  • Anzeigen schalten
  • Visitenkarten (Solange Sie Ihre E-Mail-Adresse wissen, ist alles gut.)

2. Fehler: Auf die falschen Leute hören

Es gibt unzählige Konzepte, von denen die meisten irgendwo auch funktionieren. Jeder erzählt Ihnen ständig von seinem Konzept und alle denken, ihres sei das einzig Wahre.

Doch Sie können nur 1 Konzept zur selben Zeit ausprobieren.

Beispielsweise wurde Ihnen wird bestimmt schon mal „Passives Einkommen“ ins Ohr geschrien. Zugegeben: Die Vorstellung von passivem Einkommen ist genial. Aber wie wäre es zunächst überhaupt mit Einkommen?

Lassen Sie sich nicht von zu vielen Meinungen ablenken. Machen Sie ein Schritt nach dem anderen.

3. Fehler: Zu viel nachdenken und zu wenig zahlende Kunden

„95% angehender Freiberufler sortieren sich selbst aus dem Rennen aus, in dem sie nur nachdenken, aber nichts umsetzen.

  • „Soll ich lieber A oder B machen?”
  • „Bin ich denn gut genug und was, wenn ich nicht liefern kann?”
  • “Und was, wenn ich nachher merke, dass ich das gar nicht dauerhaft machen möchte?”

Das sind gute Fragen, aber Sie sollten sich diese nicht als tägliche Routine stellen.

Dieses Gedanken-Chaos durchbrechen wir jetzt, denn letztlich ist nur eine einzige Sache für Ihren Freelancer-Erfolg entscheidend: Zahlende Kunden!

Zahlende Kunden sind das einzige, was ein erfolgreicher Freiberufler braucht. Alles andere ist nebensächlich.

Natürlich brauchen Sie einen Plan, wie Sie zahlende Kunden bekommen. Aber wir denken grundsätzlich viel zu viel über den Plan nach, anstatt schnell umzusetzen und schnell zu merken, dass der Plan nach einer Woche sowieso wieder ganz anders aussieht.

Also: Verlagern Sie den Fokus von allen Nebensächlichkeiten auf den Punkt der zahlenden Kunden.

Schritt 3: So finden Sie Ihre optimale Freelance-Tätigkeit, die Spaß macht (und gut bezahlt wird)

Wenn Sie bis hierhin gelesen haben- fantastisch! Denn die ersten beiden Schritte sind absolute Filter, die nur Menschen durchlassen, die wirklich bereit sind, neu zu denken.

Jetzt geht es darum, dass Sie eine passende Freelance-Tätigkeit für sich finden.

Und hier verzweifeln viele, denn es ist ungewohnt, plötzlich mit so viel Freiheit konfrontiert zu werden. Gerade bei solch großen Entscheidungen kann Freiheit stressig sein. Doch erinnern Sie sich: Genau deswegen wollen Sie ja Freiberufler werden!

3 Prinzipien helfen Ihnen bei der Entscheidung.

1. Prinzip: Starten ist wichtiger als Perfektionismus

Die Erlösung: Ihre erste Freelance-Tätigkeit muss nicht perfekt sein. Sie muss gut genug sein, dass Sie damit starten können!

Viele haben schon eine gewisse Ahnung, was sie machen wollen. Möglicherweise schreiben Sie gerne (Texter) oder sind im Marketing bewandert (Berater). Oder Sie haben Lust, irgendetwas mit Medien zu machen (Graphikdesigner, Pressetexter).

2. Prinzip: Die Richtung ist wichtiger als das Ziel

Egal, was es ist: Es wird sich zeigen, ob es das Richtige ist. Vergessen Sie alle 5-Jahres-Pläne. Fokussieren Sie sich darauf, in welche Richtung Sie weitergehen wollen!

Die Richtung zu kennen ist viel wichtiger, als irgendein willkürliches Ziel festzulegen.

Und wenn A nicht funktioniert, dann gehen Sie eben einen Schritt zurück und machen B. Die Erfahrung aus A ist dabei unglaublich wertvoll – da Sie B sonst nicht gemacht hätten.

Das Einzige, was Sie nach vorne bringt, ist nach vorne zu gehen.

3. Prinzip: Verändern Sie nicht die Welt, sondern erstmal einen einzigen Menschen

Sie müssen das Rad nicht neu erfinden. Suchen Sie sich lieber ein wackelndes Rad und seien Sie derjenige, der es runder macht.

Suchen Sie nicht nach dem, was sonst noch NIEMAND macht, sondern schauen Sie, was andere erfolgreiche Freelancer tun. Mit der Zeit entwickeln Sie Ihren eigenen Stil, mit dem Sie dann besser sind als Ihre Konkurrenz.

1. Aufgabe: Die 3-Spalten-Technik

Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und teilen Sie es in 3 Spalten auf:

  • Ihre Stärken (Talente)
  • Ihre Fähigkeiten (was Sie sich angeeignet haben)
  • Was Sie gerne tun

Was schlussfolgern Sie daraus?

Keine Panik, falls Ihnen nichts direkt ins Auge springt. Möglicherweise fällt der Groschen erst eine Woche später. Trotzdem sollten Sie für den Start mindestens 3 mögliche Freelance-Tätigkeiten aufgeschrieben haben.

2. Aufgabe: Inspiration gibt es auf Freelancer-Portalen

Stöbern Sie auf Fiverr und Upwork, was andere Freelancer so anbieten. Sie bekommen damit einen guten Überblick und Inspiration für Ihre eigene Tätigkeit.

3. Aufgabe: Die 3 Kernfragen

Mit 3 simplen Fragen kommen Sie schnell auf den Kern, warum Sie Freelancer sein sollten:

  • „Welches Problem löse ich?“
  • „Für wen löse ich dieses Problem?“
  • „Wieso sollte man mich wählen und nicht einen anderen Freelancer?“

Haben Sie schon etwas gefunden? Wenn nicht, überlegen Sie weiter und kommen auf die Fragen in diesem Artikel später zurück.

Schritt 4: Finden Sie Ihren „idealen Kunden“

Als Freelancer sind sie frei. Sie können sich also aussuchen, mit welchen Kunden Sie zusammenarbeiten wollen.

Mit Ihren Kunden sind Sie ständig in Kontakt. Deswegen lohnt es sich, diese gezielt auszusuchen. Bestenfalls haben Sie sogar solche Kunden, mit denen Sie ohne Probleme ein Bier trinken gehen könnten.

Die wichtigsten Faktoren Ihres idealen Kunden: Er kann sich Ihre Dienstleistung leisten und die Zusammenarbeit macht Spaß!

Ihren idealen Kunden können Sie mit dieser traumhaften Anleitung von MeinStartUp finden.

Schritt 5: Definieren Sie, wer Sie sind und was Sie machen (und zwar richtig)

Damit jemand mit Ihnen zusammenarbeiten kann, muss er wissen, wer Sie sind und was Sie machen.

Einfacher gesagt als getan. Denn Ihre Formulierung sollte glasklar sein. Bevor jemand mit Ihnen zusammenarbeiten kann, müssen Sie sich selbst überzeugend beschreiben können.

Deswegen sollten in Ihrer Formulierung diese 4 Elemente nicht fehlen:

  • Identität
  • Kampf
  • Entdeckung
  • Ergebnis

Diese Idee (und manch andere aus diesem Artikel) haben wir von Björn übernommen und empfehlen jedem angehenden Freelancer, seinen erfrischenden remoteblog komplett durchzulesen!

So erzählt Björn seinen Kunden mithilfe der 4 Elemente, was er macht:

Identität: Hi, mein Name ist Björn.

Kampf: Nachdem ich mich jahrelang in langweiligen Jobs und grauen Bürogebäuden gefangen fühlte…

Entdeckung: …fand ich heraus, wie ich mit meinen Copy-Writing- Fähigkeiten ein ortsunabhängiges Einkommen als Freelancer aufbauen konnte.

Ergebnis: Heute coache ich andere Freelancer und helfe e-Commerce-Unternehmen dabei, online mehr Produkte zu verkaufen. Ich arbeite, von wo ich möchte, und kann mir meine Zeit frei einteilen, ohne dass mir jemand sagt, was ich zu tun und zu lassen habe.

Schritt 6: aktiv werden

Sie kennen Ihre Ziele und wissen, warum Sie sie erreichen wollen. Sie vermeiden die 3 großen Anfängerfehler und konzentrieren sich auf zahlende Kunden. Sie haben Ihre Freelance-Tätigkeiten und Ihren idealen Kunden gefunden und wissen auch, wie Sie ihn perfekt ansprechen.

Doch wie finden Sie Ihren ersten Auftrag?

Der einfachste Weg: Sie stöbern in Ihrem aktuellen Netzwerk. Familie, Freunde, Bekannte, Geschäftsbeziehungen.

Der zweiteinfachste Weg: Sie melden sich auf Freelancer-Portalen an, die Ihnen eine direkte Verbindung zu potenziellen Kunden liefern.

Der schwierigste Weg ist die Kaltakquise:

  • Potenzielle Kunden anrufen,
  • potenziellen Kunden eine E-Mail schreiben,
  • Veranstaltungen besuchen und Dienstleistungen anbieten,
  • Anzeigen schalten.

Der Fokus bei Ihren ersten Kunden liegt aber nicht auf dem Verdienst, sondern erst einmal darauf, Erfahrung zu sammeln.

Wir empfehlen daher, dass Sie Ihre Leistungen zunächst günstig anbieten – möglicherweise sogar kostenlos! Sie werden schnell merken, wann Sie Ihren Preis nach oben ausbauen können.

Schritt 7: der erste Premium-Kunde (und Ihre ersten 1000€ als Freiberufler)

Der letzte Schritt passiert ganz von allein. Mit der Zeit werden Sie besser, erhöhen Ihre Preise und ziehen bessere Kunden an.

Also einfach weitermachen, und irgendwann haben Sie – ohne es gemerkt zu haben – mehr als 1.000€ in einem Monat verdient. Und dann geht es erst richtig los!

Freelancer werden- die Checkliste: 7 Schritte zu Ihren ersten 1.000€/Monat

Die Schritte sind nicht vollständig! Wir haben extra die Anmeldung beim Finanzamt und sämtliche steuerrechtlichen Informationen zurückgehalten, denn diese sind nicht im Ansatz erfolgsentscheidend, wenn Sie als Freelancer starten wollen.

Sie sollten sich zunächst darauf fokussieren, wie Ihr Freelancer-Alltag aussieht und wie Sie diesen Lebensstil auch umsetzen können.

Wir hoffen, dass wir Sie Schritt für Schritt dabei unterstützen konnten.

Und möglicherweise haben Sie nun eine deutlich klarere Vorstellung davon, wie es für Sie weitergeht.

Ansonsten gehen Sie einfach nochmal unsere Checkliste durch:

Schritt 1: Ziele festgelegt und das Warum definiert?

Schritt 2: Den Fokus von den Nebensächlichkeiten auf zahlende Kunden gelegt?

Schritt 3: Freelancer-Tätigkeit gefunden?

Schritt 4: Idealen Kunden definiert?

Schritt 5: Sie können sich als Freelancer perfekt beschreiben?

Schritt 6: Erste Kunden und Erfahrung gesammelt?

Schritt 7: Die 1.000€/Monat Marke geknackt?

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