Eine gute Rede halten mit nur 5 Tipps

Erinnerst du dich an das letzte Mal, bei dem du eine wirklich gute Rede gehört hast? Eine die dich gefesselt hat, von der du deinen Freunden erzählt hast und die dich dazu animiert hat, für die nächste Rede des Speakers bereits drei Monate im Voraus Tickets zu buchen? Nun ist es an dir, eine Rede zu halten und du weißt einfach nicht, wie du den gleichen Effekt erzielen kannst? Wir verraten es dir, denn es braucht nur diese 5 Tipps …

Nimm bereits vor dem Vortrag Kontakt auf!

 

Wer sagt, die Interaktion hat nur während des Vortrages stattzufinden!? Sammle doch viel lieber die Sympathie deiner Zuhörer, indem du bereits vor dem Vortrag Kontakt zu ihnen aufnimmst. Finde dich einfach ein wenig früher in der Location ein und mische dich unter die Menge, sobald diese sich ihren Weg in Saal bahnt. Oder halte einen Plausch an der Garderobe. Auch für besonders schüchterne Redner, kann dies als gute Auflockerungsübung dienen, in der sie sich schon ein wenig warm reden. Zugleich erhält man auch eine Ahnung für die anwesende Stimmung im Raum und die Zuhörer können noch vor dem Vortrag eine persönliche Beziehung zu dir aufbauen. Gerade für den folgenden Punkt kann das sehr hilfreich sein, da aufgrund der bereits geschlossenen Verbindung die Leute offener und interessierter sind.

 

Sorge für Gesprächsstoff

 

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeitsspanne zuhörender Personen bereits nach guten 25 Minuten rapide absinkt. Damit du nicht in die müden Gesichter deiner Zuhörer blicken musst, hilft es diesem Aufmerksamkeitstief aktiv entgegen zu wirken. Am besten hilft bei diesem Problem immer die aktive Einbeziehung der Personen in den Vortrag. Die Rede ist aber nicht von einem oder zwei Personen, nein, versuche so viele wie möglich oder gleich alle Beteiligten einzubinden. Besonders gut erreichst du dies, indem du zu einer simplen Diskussion anregst. Werfe zu einem Aspekt eine Frage in den Raum und fordere deine Zuhörer aktiv auf, sich über diese mit ihrem Nachbarn auszutauschen. Nicht nur werden Schläfer so wieder ins Thema zurück geholt, gleichzeitig steigt die Interaktion untereinander und die Aufmerksamkeit bekommt einen kleinen Push.

 

Begib dich auf die Ebene deines Publikums

 

Dass du Experte in deinem Gebiet bist, davon gehen alle Anwesenden aus. Gleichzeitig sollte man als Redner umgekehrt sicherlich nicht davon ausgehen, dass alle Zuhörer so tief im Thema drin sind, wie man selbst. Es bringt daher herzlich wenig, mit hochgestochenen Phrasen und Thesen um sich zu schmeißen, um sich selbst und seinen Intellekt zu profilieren. In den meisten Fällen bietet diese Strategie kaum einen Mehrwert für den Zuhörer, da er kaum etwas mitnehmen wird. Letztlich wird man selbst sich auch nicht besonders erfolgreich fühlen, wenn man ein sorgsam aufbereitetes Thema vorstellt und am Ende in ratlose Gesichter blickt. Daher nie vergessen: sich selbst als Teil des Publikums sehen und seinen Vortrag immer so auszurichten, dass selbst ein zufällig eingeladener Gast von der Straße am Ende den vollen Durchblick hat! So toll es auch  sein kann, mit hochtrabenden Phrasen und schicken wissenschaftlichen Formulierungen hantieren zu können, Ziel eines Vortrages sollte es sein, Wissen zu vermitteln und den Zuhörer mit einer Erkenntnis und noch besser dem berühmten AHA-Erlebnis nach Hause zu entlassen.

 

Gib den Leuten einen Grund zu kommen!

 

Mal ehrlich, wenn man rein an dem inhaltlichen Aspekt eines Themas interessiert ist, kann man sich auch eine gute Monographie dazu durchlesen. Ausschließlich das wird es nicht sein, was die Menschen zu deinem Vortrag zieht. Vielmehr werden sie auf dich als Person gespannt sein und an deiner Art das Thema zu vermitteln. In deiner Vorbereitung sollte dieser Punkt daher nicht unterschätzt werden: liefere den Leuten einen Grund, genau zu deinem Vortrag zu kommen. Sollte es sich beispielsweise um einen naturwissenschaftlichen Vortrag handeln, wieso nicht ein Live-Experiment einbauen? Nicht nur sichert es die Aufmerksamkeit, darüber hinaus bekommen die Leute auch gleich etwas zu sehen, dass sie in seiner Exklusivität vielleicht nur auf deinem Vortrag sehen können.

 

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via

Es muss nicht immer der sprudelnde Vulkanausbruch sein, um den Leuten einen Anreiz zu geben, genau zu deinem Vortrag zu kommen. Auch ein charismatischer und smarter Auftritt kann Anziehungswirkung genug haben, damit Menschen an der Rede einer Person interessiert sind. Versuche daher, deine spezifischen Stärken zu finden und diese als Mittel einzusetzen, das die Leute anlockt. Tatsächlich kann das eigentliche Thema dabei zur Nebensache werden und die Show zum Hauptinteresse. 😉

 

Riskiere es, ehrlich zu sein!

Klingt simpel, wirkt aber Wunder. Tatsächlich ist es doch so, dass man sich selbst sein kritischster Gegner ist. Alles muss perfekt laufen, Fehler dürfen unter gar keinen Umständen passieren und der kleinste Ausrutscher wird als Niederlage gewertet. Und auch wenn man sich selbst immer einredet, es sei okay, wir alle leiden unter diesem Syndrom!

Den meisten passiert es daher, dass sie anfangen, sich auf Teufel komm raus zu verstellen und zu verbiegen, um ja den selbst gesetzten Anforderungen gerecht zu werden. Dabei ist das gar nicht nötig. Was viele vergessen: dein Publikum sitzt ja nicht umsonst im Raum. Sie sind gekommen, da sie das Thema interessiert und sie sich freuen, dass du ihnen davon berichten wirst. Aus diesem Grund werden sie auch Verständnis haben, wenn einmal eine kleine Panne passiert, du eine Pause einlegst oder dich kurz sammeln musst. Aufrichtige Ehrlichkeit wird daher meist mit Überraschung und Anerkennung aufgenommen, da sie aufgrund der heutigen Maßstäbe unserer Leistungsgesellschaft kaum mehr erwartet wird. Sei also lieber ehrlich und sage offen und ehrlich, dass du den Faden verloren hast oder dir der Gedankengang grad entfallen ist und nimm dir danach die drei Sekunden, dich zu sammeln und wieder richtig durch zu starten.

 

Die Zutaten für eine Rede mit dem gewissen AHA-Effekt sind also nicht besonders kompliziert. Versuche doch einfach das nächste Mal, einen oder zwei oder gleich alle Tipps anzuwenden 😉

Übrigens, all die Tipps helfen natürlich nicht, wenn deine Körpersprache abschreckender ist als Frankenstein! Da bist du dir nicht ganz sicher? Dann überprüfe es doch einfach und finde raus ob du eine abschreckende Körpersprache besitzt!?

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Comments (3)

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    Marcus Lerche

    |

    Also ich muss in meinem Job ständig Präsentationen und Reden halten und habe immer kleine Karteikarten dabei.
    Haben wir schon echt oft den Arsch gerettet ;D

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      Julia L.

      |

      Sie gehören definitiv zu den Klassikern und das sicherlich nicht ohne Grund 😉 Schön, dass du eine effiziente Lösung für dich gefunden hast.

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    Stephan Pinkwart

    |

    Ein sehr toller Beitrag 😉

    Ich finde das ein wichtiger Punkt fehlt, der für mich sehr wichtig ist. Der könnte unter deiner Rubrik “Riskiere es, ehrlich zu sein!” sein.

    Das ist für mich die Persöhnlichkeit. Was zeichnet einen guten Redner aus. Nicht nur, das er eine gute Präsentation abliefert, nicht nur das er mich inspiriert. Für mich ist es ganz wichtig, das bei jemanden die eigene Persöhnlichkeit rauskommt. So versuche ich es immer wieder. Ich will mich nicht verstellen und dadurch eventuell mehr Symphatie bekomme. Wenn ich Authentisch bin, komme ich nicht nur Selbstbewusster rüber. Ich baue auch mehr Kontakt auf und zeige meinem Publikum: Ich bin auch nur ein Mensch und ich möchte euch von Mensch zu Mensch eine Botschaft vermitteln.

    Auch wichtig ist es, wie du geschrieben hattest, auch Fehler einzugestehen. Aber Tollpatschig will ich auch wieder nicht sein.

    Der Auftritt muss gut sein, nicht tollpatschig und Nummero Uno: Ich bin Selbstbewusst und verstelle mich nicht.

    LG Stephan 😉

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