Effizientere Ergebnisse – darum stärkt gemeinsames Essen dein Team!

Vor allem Kulturwissenschaftler interessieren sich seit ein paar Jahren vermehrt für das Thema der Essenskultur und so wenig relevant es zunächst für das eigene Unternehmen auch scheinen mag, die Essenskultur der Firma kann potenziell über Sieg oder Niederlage entscheiden. Vor allem Teams die noch keine richtige Teamdynamik entwickelt haben, können von einer bewussten Essenskultur profitieren. Denn hinter dem  gemeinsamen Essen steckt sehr viel mehr als Currywurst mit Pommes…

Das Familienessen ins Unternehmen holen

Wie kommt man also auf den Gedanken, das Bild des klassischen Familienessens auf die Arbeitswelt zu übertragen und wie sieht das in der Praxis aus?

Eine Forschungsgruppe der Humboldt-Universität zu Berlin hat 2013 eine Studie durchgeführt, um genau dieser Frage auf den Grund zu gehen. Interessant war für die Forscher vor allem die Frage, inwieweit gemeinsames Essen am Arbeitsplatz den Zusammenhalt einer Gruppe und die persönliche Zufriedenheit beeinflusst.

Zu diesem Zweck wurden weibliche Probandinnen in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe durfte sich über den Studienzeitraum hinweg jeden Tag mit einer selbstausgesuchten Gruppe in ein Restaurant ihrer Wahl begeben und dort zusammen für eine Stunde Essen und Trinken. Der anderen Gruppe wurde vorgeschrieben, an ihrem Arbeitsplatz zu speisen. Dabei wurde zusätzlich das Essen und die Pausenzeit vorgegeben und das Zeitlimit auf 20 Minuten begrenzt.

Wenn man hier also doch von deutlich unterschiedlichen Rahmenbedingungen ausgehen muss, hat die Studie vor allem auf Seiten der ersten Gruppe interessante Ergebnisse ans Licht gebracht. Die direkt an die Mittagspause anschließende Befragung der Probandinnen ergab, dass diese sich nach dem Essen zwar entspannter fühlten, jedoch nicht unbedingt glücklicher. Außerdem stellten die Forscher fest, dass während des gemeinsam eingenommenen Essens die kognitive Kontrolle der Teilnehmerinnen nachließ, was sich durch mehr Liberalität und weniger kritisches Reagieren auf eigene Fehler äußerte. Zusätzlich dazu, bemerkten die Forscher eine erhöhte Sensibilität der Probandinnen gegenüber negativen Gesichtsausdrücken.

Angesichts dieser eher ernüchternden Ergebnisse, ließe sich zunächst also nicht auf einen positiven Zusammenhang zwischen gemeinschaftlichem Essen und einem von neuer Power entfachten Teamgeist schließen. Aber woher kommen denn dann die zahlreichen Berichte, die davon schwärmen wie wichtig das Essen als Gemeinschaftserlebnis ist? Und woher kommen all diese obligatorischen Annahmen, dass man seine Kollegen doch gerade bei einer gemeinsamen Aktivität locker-flockig von einer anderen Seite kennen lernen kann?

Der Weg ist das Ziel

Einen ähnlichen, jedoch in einem Kernpunkt entscheidend veränderten Ansatz, verfolgte daher eine neuere Studie der Cornell University aus den USA. Auch diese Forschergruppe wollte herausfinden, inwieweit gemeinsames Essen den Teamgeist einer Gruppe und das Zusammengehörigkeitsgefühl beeinflusst. Hierfür entschied sich der Leiter Kevin Kniffin für eine Berufsgruppe, die tagtäglich auf einen enormen Teamzusammenhalt angewiesen ist: Feuerwehrmänner.

Insgesamt 13 Feuerwehrwachen einer US-Großstadt, bei denen es wortwörtlich um Leben und Tod geht, wurden über 15 Monate hinweg beobachtet. Dabei macht die Studie der CU den Unterschied, dass die Feuerwehrgruppen nicht einfach nur zusammen Essen gingen, sondern ihr Essen darüber hinaus gemeinschaftlich zubereiteten. In zwei Testgruppen wurde auch hier untersucht, inwieweit das Kochen im Team sich auf die eigene Wahrnehmung der Gruppe als Einheit, ihre Arbeitszufriedenheit und ihre Kooperationsbereitschaft in der Gemeinschaft ausgewirkt hat. Nicht überraschend: in der Auswertung ergab sich eine deutlich positivere Beurteilung der Teams, die zuvor gemeinsam gekocht und gegessen hatten. Deutlich herauszustellen ist dabei die Tatsache, dass die Feuerwehrmänner das Kochen als festen Bestandteil ihres Arbeitsalltags annahmen und diesem Ritual entsprechend Zeit eingeräumt wurde.

Und obwohl die Forscher am Ende betonten, dass die Studie nicht als 100% eindeutig gewertet werden kann, da nicht ganz geklärt ist, ob nicht ein eventuell zuvor bestandenes Gemeinschaftsgefühl die Probanden beeinflusst hat oder ob dieses nun doch erst durch das Kochen selbst geschaffen wurde, lässt die Studie eines mit Sicherheit feststellen: das gemeinsame Essen ist zumindest eine erste und weiterführende Möglichkeit ein Gemeinschaftsgefühl auszubilden.

Was heißt das nun für Unternehmen?

Auch wenn beide Studien auf den ersten Blick konträr zueinander erscheinen, lässt sich im Großen und Ganzen doch ein positiver Effekt des Essens auf den Teamgeist herauslesen.

Gerade in der ersten Studie der Humboldt-Universität zu Berlin können Liberalität und eine entspannte Atmosphäre von Nutzen sein, wenn es darum geht, brisante und/oder schwierige Probleme anzusprechen und entsprechende Lösungen zu finden. Generell dürfte es jedem Team helfen, sich einmal außerhalb der Büromauern auf einer anderen Ebene kennenzulernen und so auf mehr als einer Beziehungsebene miteinander zu korrespondieren. Gerade für neue Mitarbeiter bietet sich beim ungezwungenen Essen die Gelegenheit, zu entspannen und losgelöst von beruflichen Erwartungen ihre Kollegen und Chefs anders wahrzunehmen und natürlich auch sich selbst zu präsentieren.

Schwierig kann es da jedoch werden, wenn das Unternehmen und die Teams von starren Strukturen durchzogen sind, die kaum Platz für Vielfältigkeit bieten. Gerade bei großen Unternehmen oder alteingesessenen Teams bilden sich schließlich gerne feste Grüppchen, in denen man kaum Anschluss findet und die sich auch selten einmal vermischen. Spätestens wenn für das neue Projekt dann Teams aus verschiedenen Abteilungen der Firma zusammen kommen, wird man meist vor dem gleichen Problem stehen, dass man bereits in seinem eigene Team hat: man kennt sich nicht.

Wie also auch über die Bereichsgrenzen hinaus mithilfe von gemeinschaftlichen Aktionen das Unternehmen und seine Mitarbeiter zusammen bringen?

Lunch-Roulette und Grüppchenzwang auflösen

Genau diesem Problem wollte David Thompson bei einem Abteilungswechsel innerhalb seiner Firma entgegenwirken. Obwohl er ja quasi schon länger Teil der Firma war, kannte er in seiner neuen Abteilung keinen einzigen seiner neuen Kollegen und hatte somit auch niemanden, mit dem er seine Mittagspause verbringen konnte. Aus der Not heraus erfand Thompson schließlich das Lunch-Roulette. Dabei funktioniert das System wie ein großer Terminkalender. Alle Wunschteilnehmer geben einfach ihre freien Termine ein und die Software erwürfelt einem den passenden Lunch-Partner. Was dabei für Zwei funktioniert, klappt natürlich auch für Gruppen und kann beliebig ausgebaut und erweitert werden.

Was können wir nun aus den Erkenntnissen mitnehmen?

Bindungen entstehen nicht über Nacht und werden umso fester, je facettenreicher eine Beziehung ist. Teams in denen es darum geht, gemeinschaftlich eine Lösung für ein Problem zu finden, die die Identität der Firma widerspiegeln soll, werden kaum bahnbrechende Ergebnisse erzielen, wenn sie keine Verbindung zueinander haben. Ein Weg auf mehr als der rein beruflichen Ebene eine Bindung zu schaffen, bietet das Essen. Wir können also vor allem mitnehmen, dass gemeinschaftliche Aktivitäten verbinden und stärken. Und ein starkes Team ist letztlich ein entscheidender Baustein für ein starkes Unternehmen.

Übrigens, abgesehen vom Essen gibt es natürlich noch andere Faktoren, die ein tolles Team auszeichnen! Zum Beispiel diese 5 prägnanten Typen, die jedes Team weltklasse werden lassen. Vielleicht liegt der Knackpunkt aber auch in der Denkweise, denn wusstest du, dass Brainstorming tot ist!?

Zu guter Letzt sollte das Essen jedoch nicht durch Anrufe gestört werden. Daher empfehlen wir als heutige Vorspeise unseren klasse Telefonservice. Unsere professionellen Sekretärinnen agieren dabei ganz in deinem Interesse damit du dein Essen genießen kannst und deine Kunden nicht im Regen stehen gelassen werden. Überzeuge dich selbst in unserem kostenlosen Live-Test!

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