Schmetterling

Transformationale Führung: Mitarbeiter mit Sinn und Vision zur Motivationsspitze führen

Transformationale Führung: schon wieder ein neues Konzept, mit dem Mitarbeiterführung verbessert werden soll? Nein. Transformationale Führung ist im Grunde nur die logisch weitergedachte Form traditioneller Führungsprinzipien, welche jedes Unternehmen beherrscht. Vor allen anderen das Prinzip „Leistung gegen Geld“. 

Leider deckt dieses simple Prinzip nicht ansatzweise die Fülle von Motivationshebeln ab, mit denen Mitarbeiter zur Motivationsspitze gebracht werden können.

Zunächst sollten wir die Frage beantworten, was transformationale Führung von anderen, traditionellen Führungsmethoden (welche den Namen „transaktionale Führung“ tragen) unterscheidet.

Was unterscheidet transformationale Führung von der transaktionalen Führung?

Transaktionale Führung beruht auf dem Prinzip Leistung gegen Geld. Wer mehr leistet, verdient mehr, erhält Bonuszahlungen oder Anerkennung. Gutes Verhalten wird belohnt, schlechtes bestraft, ähnlich wie bei der Hundedressur.

Natürlich funktioniert dieser Ansatz (aufgrund anerkannter psychologischer Mechanismen der Verhaltenstherapie), er hat aber Grenzen!

Vor allem die Belohnung durch Geld wird überschätzt. Denn das Gehalt bewirkt vor allem, dass Mitarbeiter nicht kontraproduktiv arbeiten. Außergewöhnliche Motivation erreichen Sie damit aber selten.

Transformationale Führung will aber genau das erreichen: Es wird von einem normalen Engagement ausgegangen, welches durch den transformationalen Führungsstil zur Motivationsspitze gesteigert werden soll.

Und wie genau?

Über Visionen und über Sinnhaftigkeit sollen Mitarbeiter die Bedeutung ihrer Arbeit erkennen, wodurch man sich eine Steigerung der intrinsischen Motivation erhofft: Dass die Mitarbeiter der Sache wegen arbeiten wollen, ohne zu stark von äußeren Anreizen (Geld) abhängig zu sein.

Studien belegen die höhere Wirksamkeit der transformationalen Führung gegenüber der transaktionalen Führung. Es konnte ein Zusammenhang nachgewiesen werden zwischen transformationalem Führungsstil und Steigerung der intrinsischen Motivation, Arbeitszufriedenheit, Kreativität, Leistung, Mitarbeiterbeziehungen, Einkommensverhältnisse und Resilienz.

Transformationale Führung führt zu einer höheren Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, welche eng an den wirtschaftlichen Erfolg gekoppelt ist.

In der Praxis verwischen die Grenzen zwischen den beiden Führungsstilen – es ist mehr eine gedankliche Trennung als eine reale.

4 Methoden für Führungskräfte, mit denen Mitarbeiter „transformiert“ werden können:

Die transformationale Führung splittert sich auf in 4 Teilaufgaben, die eine Führungskraft beachten und in ihren Führungsstil mit aufnehmen sollte:

  1. Idealisierter Einfluss: Vermittlung von Missionen und Visionen.
  2. Inspirierende Motivierung: Symbole und emotionale Appelle erhöhen das Bewusstsein für die Ziele.
  3. Intellektuelle Stimulierung: Mitarbeiter sollen sich selbst und das Unternehmen hinterfragen. Nur so können starke Überzeugungen entstehen.
  4. Individuelle Förderung: Jeder Mitarbeiter reagiert auf andere Werte und Anreize, sodass jeder Mitarbeiter individuell betrachtet werden muss.

Warum wird transformationale Führung immer wichtiger?

Neue Generationen treten ein in die Welt der Arbeit, und sie sind anders: Auf traditionelle Anreize reagieren sie weniger stark. Sie sind geprägt von der Frage nach dem Warum, die sie über den Geldwert stellen, und legen großen Wert auf Selbstverwirklichung.

Für loyale, langfristig motivierte Mitarbeiter muss die Persönlichkeit zum Unternehmen und zur Arbeitsaufgabe passen. Selbstständige Mitarbeiter werden immer wichtiger, da Führungskräfte durch die steigende Spezialisierung ihrer Mitarbeiter nicht alles kontrollieren können. So wird die Führungskraft eher zum Begleiter als zur diktatorischen Vaterfigur.

Welche Kompetenzen entscheiden über das Gelingen der transformationalen Führung?

Der wichtigste Faktor ist die Führungskraft selbst. Diese benötigt selbst eine ordentliche Portion Persönlichkeitsentwicklung, um aus einer starken Position heraus Mitarbeiter erfolgreich leiten zu können.

7 Fähigkeiten haben sich als essentiell für einen transformationalen Führungsstil herausgestellt:

  1. Vorbild sein,
  2. Vertrauen aufbauen,
  3. Inspiration vermitteln,
  4. Kreativität und Selbstständigkeit stimulieren,
  5. Individuelle Stärken/Schwächen erkennen und fördern,
  6. Fair kommunizieren und Teamgeist aufbauen,
  7. Unternehmerische Haltung mit Zielumsetzung.

Wenn Sie sich auf diese Kompetenzen hin selbst überprüfen wollen, können Sie diesen Selbsttest machen.

Wie sieht transformationale Führung in der Praxis aus?

Die transformationale Führung setzt eine hohe Qualität der Führungskraft voraus, welche durchaus nicht immer gegeben ist. Die Führungskraft ist kein Gott, sondern selbst auch nur ein Mensch. Transformationale Führung ist zum Großteil psychologische Kompetenz, es geht immerhin um die menschliche Innenwelt. Die psychologische Kompetenz findet in der Führungskräfteentwicklung leider (noch) viel zu wenig Beachtung.

Auch wenn bei der Führungskraft alles stimmt: Nicht jeder Mensch wird von Visionen und höherem Sinn getrieben. Dies ist oft eher eine romantische Vorstellung. Manche sehen die Arbeit einfach als Arbeit, nach deren Erledigung man zufrieden nach Hause gehen kann. Sie wollen kein metaphysisches Wertemodell hinterfragen, sondern klare Ansagen.

Hinzu kommt, dass nicht jeder nach denselben Werten funktioniert. Gerade durch die steigende Interkulturalität in Unternehmen werden die Unterschiede in den Wertvorstellungen größer. Jeden Mitarbeiter individuell bis auf seine Grundmotivation zu hinterfragen, ist aufwendig. Auch wenn jede Person perfekt analysiert wurde, kann der Arbeitsplatz frei von Potenzial für die Auslebung der eigenen Werte sein. Denn viele Mitarbeiter sind in der Praxis durch mangelhafte Einstellungsmethoden schlichtweg fehlbesetzt.

Nichtsdestotrotz: Transformationale Führung ist sicherlich der richtige Weg für eine bessere Mitarbeiterführung. In dem Rahmen, in dem sie umgesetzt werden kann, sollte sie auch umgesetzt werden.

Wenn Sie weiter in den transformationalen Führungsstil eintauchen wollen, empfehlen wir diesen wissenschaftlichen Artikel.

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