Jobsharing – Wie man sich einen Arbeitsplatz teilt

Jobsharing heißt ein zumindest in Deutschland eher neues Phänomen, das den Jobmarkt revolutionieren und Lösungen für den ständig lauter werdenden Ruf nach Flexibilität und individuellen Arbeitszeitmodellen bieten könnte. Dabei wird eine Vollzeitstelle einfach von zwei oder mehr Arbeitnehmern geteilt. Jobsharing ermöglicht es also Arbeitnehmern, sehr flexibel in Teilzeit zu arbeiten. Und die Unternehmen haben dennoch eine Vollzeitstelle besetzt.

Die genaue Ausgestaltung solcher Arbeitsplatzteilungen kann dabei sehr unterschiedliche Formen annehmen. Zum Beispiel können sich zwei Arbeitnehmer eine Vollzeitstelle jeweils genau zur Hälfte teilen oder – besonders in den USA ist dieses Modell verbreitet – es teilen sich z.B. 5 Arbeitnehmer 4 Stellen, so dass jeder einen Tag in der Woche frei hat.

Für Arbeitnehmer liegen die Vorteile auf der Hand. Sie bekommen die Chance, quasi proaktiv Teilzeitstellen zu schaffen, wo eigentlich eine Vollzeitstelle angedacht war.

Die Lage und Dauer der Arbeitszeit kann die Gemeinschaft flexibel untereinander ausmachen, so dass die Beteiligten deutlich mehr Freiheit haben, als bei einer klassischen Teilzeitstelle.

Klar: Die Neubesetzung einer Stelle aus einer Arbeitsgemeinschaft – gerade wenn diese nur aus zwei Arbeitnehmern bestand – ist mitunter schwieriger und der Kommunikationsaufwand erhöht sich bei zwei oder mehr Arbeitnehmern ebenfalls deutlich. Aber auch die Arbeitgeber können sehr vom Jobsharing profitieren. „Ein Mischwald ist ausdauernder und beständiger als eine Monokultur.“, sagt ein Geschäftsführer, der eine Stelle mit Jobsharern besetzt hat. Zwei oder mehr Kandidaten bringen mehr Wissen mit als ein einzelner. In stressigen Zeiten haben zwei Arbeitnehmer mehr Kapazitäten als einer und sollte einer der Arbeitnehmer ausfallen, ist die Vertretung schnell geregelt. Sogar wenn ein Arbeitnehmer ausscheidet, verbleibt das Wissen im Unternehmen.

Trotz seiner Vorteile ist das Modell bei vielen Unternehmen noch völlig unbekannt. Nur 15 bis 20 Prozent der Unternehmen in Deutschland setzen Jobsharing um. Doch eine kreative Bewerbung einer Gemeinschaft von Arbeitnehmern überzeugt immer öfter.

Mittlerweile gibt es sogar eine eigene Plattform, auf der Arbeitnehmer einen Tandempartner suchen und Unternehmen die passenden Jobsharer finden können. Bei Tandemploy sind bereits mehr als 2.000 Jobsharer registriert. Tendenz steigend.

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Laura Keddi

Laura Keddi ist Teamleiterin in der Marketing-Abteilung der ebuero AG. Sie selbst ist bei ihren Kampagnen- und Maßnahmenplänen ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, mit kleinem Budget möglichst viel Wirkung zu erzielen. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Bereich Online- und Kooperationsmarketing.

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