Unternehmerskills – Hast du eine Abschreckende Körpersprache!?

Es heißt: Bilder sagen mehr als Worte. Dasselbe gilt auch für den Körper und unsere individuelle Körpersprache. Sie ist im Gegensatz zu Aussagen direkt, ehrlich und viel schwieriger zu kontrollieren. Leider kann sie auch zur Stolperfalle werden, wenn man sie falsch einsetzt … Unterbewusst nehmen wir gegenüber verschiedenen Situationen oder Menschen eine gewisse Haltung an, die sich in unserer Körpersprache ausdrückt.
Diese unbewusste Kommunikation macht einen Großteil unseres Eindrucks und Einstellung gegenüber Dingen und Situationen aus. Sie sollte also nicht unterschätzt werden. Insbesondere in der Arbeitswelt werden wir mit vielen verschiedenen Tatsachen und Konflikten konfrontiert, in denen es über Sieg oder Niederlage entscheiden kann, wie wir uns geben und auftreten. Gerade für Führungspositionen ist eine positive Ausstrahlung und Körpersprache essentiell. Nichts ist für ein Unternehmen ungünstiger als  unausgesprochene Konflikte, die sich in der Körpersprache widerspiegeln.

Auch wenn der Großteil von uns zunächst bei sich selbst von einer positiven Körpersprache sprechen würde, lohnt es sich die folgenden unbewussten Mimik und Gestiken zu vermeiden, um positiver und offener auf andere zu wirken! Wie schafft man es also ungünstige Körpersprache zu vermeiden?

Wir checken 6 unvorteilhafte Gesten und Mimik und geben Tipps, wie du diese umgehen und in positive Ausstrahlung verwandeln kannst.

1. Ständiges nicken

Man würde vermuten, dass sich wiederholendes Nicken als Zustimmung und Interesse aufgefasst wird, jedoch ist dem nicht immer so. Tatsächlich suggeriert andauerndes und sich wiederholendes Nicken eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber dem Gesagten. Der Gegenüber wird das Gefühl vermittelt, seine Worte werden nicht richtig gehört, sondern werden unreflektiert abgespeist. Gerade in sehr vertrauensvollen Gesprächen, kann dieser Fehler schnell passieren. Auch Führungskräfte, die es eigentlich positiv meinen, vermitteln ihren Mitarbeitern so unbewusst ein eigentlich negatives Feedback.

Tipp: Möchte man nun trotzdem seinem Gegenüber durch Nicken Zustimmung oder Interesse vermitteln, sollte man auf die „Triple-Nod“-Methode zurückgreifen. Hierbei nickt man an wesentlichen Punkten drei Mal kurz hintereinander und signalisiert seinem Gesprächspartner, dass man ihm gedanklich folgt oder einem Argument zustimmt.

2. Die Schultern und der Rücken

Sicherlich ist jedem von uns schon diese eine Person begegnet, die kontinuierlich mit hängenden und zusammengesunkenen Schultern im Raum steht. Vermutlich ist einem dabei auch die Frage durch den Kopf gegangen, was diese Person wohl bedrücken muss. Tatsächlich ist es so, dass hängende Schultern und ein runder Rücken auf andere Menschen schwächlich, unwissend oder schüchtern wirken. Um diesem Eindruck entgegen zu wirken, sollten wir uns bemühen aufrecht, mit zurückgezogenen Schultern und erhobenen Hauptes im Büro zu erscheinen. Dies vermittelt Stärke, Sicherheit und Selbstbewusstsein.

Ebenfalls als negativ einzustufen ist der abgewandte Rücken. Kaum eine Geste zeigt deutlicher, dass man jemanden oder einer Situation abgeneigt ist. Außerdem vermittelt diese Körperhaltung ein hohes Maß an Desinteresse und Respektlosigkeit gegenüber einer Situation/ Person. Man wirkt auf sein Gegenüber oder Umstehende reserviert und sich bewusst abgrenzend.

Insbesondere als Person mit führender Rolle, sollten diese Haltungen vermieden werden. Als Leitung ist man Vorbild und prägt mit seinem Verhalten das des Teams.

Tipp: Positiver ist es entweder Personen frontal oder zumindest im ¾ Profil entgegen zu treten. Dies zeugt von Offenheit und Bereitschaft sich einer Person/Situation/Idee hinzugeben. Wichtige Eigenschaften eines Entrepreneurs und auch seiner Mitarbeiter. 

3. Starrender Augenkontakt

Augenkontakt gehört zu den Keypunkten erfolgreicher Körpersprache. Jedoch gibt es auch hier einen feinen Grad, der nicht überschritten werden sollte, da sonst das negative Pendant zutage tritt: der starrende Augenkontakt. Ähnlich wie Ska aus dem Dschungelbuch, tendiert man beim starrenden Augenkontakt dazu, mit seinem Blick gewissermaßen in Hypnose zu verfallen und den Gegenüber regelrecht nieder zu starren. Leider wirkt diese Methode eher einschüchternd und leicht penetrant und keineswegs interessiert oder vertrauenerweckend.

Tipp: Trotzdem ist es wichtig, seinem Partner mit den Augen zu signalisieren, dass man aktiv an der Situation teilnimmt. Daher wiederholend Augenkontakt suchen, kurz halten und anschließend wieder lösen. Leichtes Umherwandern der Augen zeugt nicht immer von Abwesenheit, ganz im Gegenteil, kann es ein Zeichen dafür sein, dass der Hörer versucht einen komplexen Gedankengang nachzuvollziehen.

4. Kein Gefühl für den richtigen Körperabstand

Wenn man einmal in einer belebten U-Bahnlinie zu den üblichen Stoßzeiten unterwegs war, kennt man dieses Gefühl zu gut, dass Personen einem einfach körperlich zu nah sind. Dieses unangenehme Gefühl kann sich auch schnell in einem Gespräch einstellen, wenn man als Zuhörer oder Sprechender dauerhaft zu viel Körpernähe sucht. Sicherlich wollen wir manche Dinge im vertraulichen Besprechen und tendieren dazu möglichst nah an unseren Gesprächspartner heranzutreten. Jedoch zeugt dieses Verhalten eindeutig von fehlendem Gefühl für angemessene Körpersprache, sowie Respektlosigkeit vor der körperlichen Anwesenheit des Gegenübers. Man wirkt schnell einnehmend und aufdringlich. Dies gilt übrigens auch für Körperkontakt! Grundsätzlich sollte man Arbeitskollegen nicht einfach berühren, außer es ist ein wirklich gutes Vertrauensverhältnis geschaffen worden.

Tipp: Stattdessen lieber ein wenig mehr Abstand nehmen, sich dafür aber der Person vollständig zuwenden. Auch das Zuneigen des Kopfes ist ein Zeichen von Interesse und gegebenenfalls Feinfühligkeit gegenüber der Brisanz des Themas.

5. Spielerei

Jeder kennt die Situation, in der man jemanden etwas sagen möchte und der Gegenüber spielt mit irgendetwas herum. Das können Stifte sein, die eigenen Haare oder Hände. Diese kleinen Spielereien vermitteln hauptsächlich das Gefühl von Desinteresse, geringer Wertschätzung oder von Unsicherheit. So oder so fallen sie negativ auf und wirken auf den Gesprächspartner weder ansprechend, noch wirft es ein gutes Licht auf den eigenen Charakter.

Tipp: Wenn man sich nicht beherrschen kann, dann kann man seinen Tatendrang nutzen und sich Notizen zum Gesagten machen. So zeigt man ernsthaftes Interesse und Beteiligung. Pluspunkt: Man kann später, dank seiner Notizen, nochmals resümieren und eventuelle Ergänzungen zu gewissen Argumenten finden. 

6. Zusammengezogene Augenbrauen

Die Augen und auch die Augenbrauen sind ein starker Indikator für Stimmung und die eigene Meinung. Zusammengezogene Augenbrauen drücken im allgemeinen Ärger und Missmut aus. Ein Stimmungskiller für jedes gute Gespräch.

Tipp: Daher sollte man versuchen Unverständnis nicht nur mimisch auszudrücken, sondern lieber direkt im Gespräch ansprechen. Zudem tut es nicht gut, die Muskulatur dauerhaft anzuspannen und so zu verkrampfen. Irritation darf sicherlich auch in der Mimik geäußert werden, solange dies nur für einen Moment geschieht und danach wieder eine offene Einstellung eintritt. Knackpunkte können dann entweder direkt, oder im Anschluss besprochen werden. 

Welche Gesten fallen euch noch negativ oder auch positiv auf? Schreibt es gerne in die Kommentare 😉

 

 

 

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